VIP-Tickets für das große Hessenquiz mit Jörg Bombach zu gewinnen!
1. Oktober 2010 | Von Cordula Velten | Kategorie: GewinnspielSeit über vier Jahren gibt es das Quiz-Highlight mit Jörg Bombach jeden Sonntagabend im hr-fernsehen – diesen Winter können Mehrhaber “VIP-mäsisch zugugge”!
Denn wir verlosen an unsere Mehrhaber exklusive VIP-Tickets!
Wie geht das?
Schwätze se mit! Und zwar hier in unserem MehrhaberBlog!
Und was gibts zu “schwätze”?
Im Mehrhabermagazin auf den Seiten 4-6 finden Sie einiges rund um hessische Spezialitäten. Kennen auch Sie Geschichten zu regionalen Küchenklassikern? Haben wir Ihr Lieblingsgericht vergessen, oder bereiten Sie es ganz anders zu als wir es beschrieben haben? Tragen die Leckereien in Ihrem Heimatort andere Mundart-Namen?
Schreiben Sie es uns über die untenstehende Kommentarfunktion!
Selbstverständlich freuen wir uns ganz besonders, wenn Sie unsere Sammlung mit Ihren eigenen Rezepten, Vokabeln und Anregungen rund um die lokale Küche ergänzen.
Unter allen Teilnehmern dieses Blogs verlosen wir VIP-Tickets für die Aufzeichnung der Sendung das große Hessenquiz mit Jörg Bombach am 10.12.2010.
Jetzt noch bis zum 03.11.2010 mitmachen und gewinnen!












Wir gratulieren Frau Horn und Herrn Hahn zu je zwei VIP-Tickets für “Das große Hessenquiz”.
Vielen Dank für die interessanten Einträge in unserem MehrhaberBlog und viel Spaß beim “VIP-mäsisch zugugge”.
Herzlichst, Ihre Cordula Velten
Und Schwupps in den RSS-Feed übernommen.. Viele Grüße aus Berlin Matthias
Hallo Herr Hahn,
das liest sich alles nicht nur super lecker, auch Ihre Beschreibung des Rezeptes auf altem Papier aus der Zeit Ihrer Großeltern klingt sehr spannend. Wenn Sie mögen, mailen Sie uns gern ein Foto davon und ich lade es hier in unseren MehrhaberBlog.
Herzliche Grüße
Cordula Velten
Ein altes Rezept in Sütterlin-Schreibschrift auf einem vergilbtem, rauhem Papier,
sieht aus, fast wie ein Löschblatt, aus dem Nachlass meiner Großmutter :
Westerwälder Eierkäse, der “Ajerkäs” .
Nach meiner Erinnerung, wurde dieser nur bei besonderen Anlässen serviert,
die Zubereitung dieser nahrhaften Speise möchte ich, gewissermaßen übersetzt
aus der Sütterlin-Schrift, hier anführen:
8 Eier in eine Schüssel schlagen, einen Liter Milch dazu geben und mit Salz abschmecken.
Die Mischung in einen Steintopf füllen und zugedeckt im Wasserbad des Herdschiffs garen.
Nach einer Stunde in eine Eierkäseform umfüllen und abtropfen lassen.
(Die Eierkäseform ist ein verzierter, trapezförmiger Keramiktopf mit Füßen, unten mit
kleinen Löchern zum abtropfen.)
Danach den Eierkäse auf einen flachen Teller stürzen und in Scheiben schneiden,
mit etwas Zimt und Zucker bestreut auf Weißbrot oder “Kringe” gegessen.
(Kringe ist ein zusammengerollter Kuchen, manchmal auch mit etwas Obst oder Rosinen
vor dem zusammenrollen bestreut, der dann in Scheiben geschnitten wurde.)
In manchen Häusern soll der Westerwälder Eierkäse noch so zubereitet werden.
Da hab ich doch noch ein Rezept – “Hitschelmous.”
Ähnlich dem Anneroder “Lombemous”, was sie als Rezept bei “Hmm… lecker !” vorstellen,
ist mit kleinen Unterschieden das Westerwälder “Hitschelmous”.
Nach einem Rezept von Else Andrä aus Obershausen.
Als Vorbereitung einen Wirsingkopf einschneiden, in einen Steintopf geben und mit Salz bestreuen.
Wie bei der Herstellung von Sauerkraut, (aus Weißkraut) mit einem sauberen Tuch abdecken,
mittels einer Holzplatte mit einem Stein beschweren, Steintopf mit einem sauberen Tuch abdecken.
Nach dem Gären lassen herausnehmen und klein hacken. Mit Schmalz, Dörrfleisch und Zwiebel
anbraten, außerdem klein gewürfelte Kartoffel dazu geben und das “Hitschelmous” gar kochen lassen.
Abschließend mit etwas Mehl bestreuen, durchmengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
O du schöner (kulinarischer) Westerwald, sagt Gerhard Karl Hahn .
Der “Flappes”.
Ein weiteres Kartoffelgericht, der “Flappes”, war schon vor 1800 in Obershausen,
ein Ortsteil von Löhnberg/Lahn, neben dem Brotgetreide ein Hauptnahrungsmittel.
Dieser “Dippekouche” wurde weiter oben im Westerwald auch “Dutsch” genannt.
So findet man in einer alten Westerwälder Schriftensammlung das Rezept.
Die geschälten und auf einem Reibeisen verriebenen Kartoffel werden mit etwas Mehl,
auch Weck darunter, mit Salz, Pfeffer und Zwiebel vermengt.
Der Teig in eine Gußpfanne mit 2 Griffen, ca.44 cm lang, ca.28 cm breit und 7 cm hoch,
dem “Flappeseisen”, ca. 3 bis 5 cm hoch eingelegt, welches vorher mit zerlassener
Butter eingrieben wird. Damit der “Flappes” auch eine schöne Kruste ansetzt, wird
dieser mit etwas Speck oder Grieben, sowie in kleine Würfel geschnittenes Dürrfleisch
abgedeckt. Der “Flappes” konnte so im “Flappeseisen” auf offenem Herdfeuer, oder auch
in der Glut gebacken werden.
Meine Großmutter buk diesen Genuß besonderer Art immer zusammen mit den Brotlaiben
im Dorf-Backes. H m m m, sagt euch Gerhard Karl Hahn.
Kulinarische Spezialität aus des Gegend des südlichen Westerwalds.
Selbst stamme ich aus dem “Nizza” des Westerwalds, vor 10 Jahren hat es mich nach Buseck,
so am Fuße des Vogelsbergs verschlagen, aber ich halte immer noch engen Kontakt mit meiner Heimat.
So war ich auch bei der Herausgabe des Buchs “700 Jahre Obershausen, 1310 – 2010, Chronik der
Kirche und des Dorfes” ( 1310 Ersterwähnung der Kirche) mit einigen Buchartikeln, sowie bei einem
gelungenem Mundartnachmittag mit den Vorträgen “Vu de Leu en vu Koih” und “De naue Schouh” beteiligt.
In dem Buch werden auch u.a. alte Rezepte aus Großmutters Küche beschrieben, so die Westerwälder kulinarische Spezialität “Robbselkreppel”, (Kartoffel-Pfannkuchen) Rezept von Sieglinde Schneider.
Zutaten : 1 1/2 kg Kartoffel, 2 Eier, 1 große Zwiebel, Salz, Pfeffer, Muskat, Kartoffelmehl nach Bedarf,
sowie Öl zum braten. Die Kartoffel dünn schälen, gründlich waschen, roh reiben. Die Eier und fein gehackte Zwiebel, Salz, Pfeffer und Muskat unterrühren. Falls der Kartoffelteig zu wässerig ist, etwas Kartoffelmehl
unterrühren. Die “Robbselkreppel” von beiden Seiten knusprig, leicht braun in Schmalz oder Speiseöl braten und sofort servieren. Dazu reicht man in der Regel Apfelmus, natürlich von der heimischen Streuobstwiese.
Guten Appetit wünscht Gerhard Karl Hahn.