Ohne Gras kein Spaß

24. Juni 2010 | Von Cordula Velten | Kategorie: Rückblick

Wer glaubt, dass der Golfsport in Schottland erfunden wurde, liegt falsch! Erstmals wurde die Sportart im 13. Jahrhundert in den Niederlanden gespielt. Fragmente vieler dafür benötigter Utensilien wurden bei Ausschachtungen in Amsterdam gefunden. Auf alten Gemälden ist die Sportart oft in den eher kälteren Jahreszeiten dargestellt. Vermutlich, weil man auf abgeernteten Feldern und im laublosen Gebüsch nicht so viele Bälle verlor.

Golf wird immer mehr zum Trend. Wer früher noch die Golfer damit verspottete, dass sie Spazierengehen gehen Sport nennen, steht heute selbst auf dem Platz. Mit spazierengehen hat dieser Sport nämlich nur sehr wenig gemein, auch wenn ein Golfer auf einem 18-Loch-Platz im Schnitt 17000 Schritte macht… Allein der Golfschwung ist neben Stabhochsprung der komplexeste Bewegungsablauf aller Sportarten: über 100 Muskeln werden dabei beansprucht.

Darüber hinaus ist der Golfschwung eine Philosophie für sich. Wie hält man den Schläger? Wie steht man zum Ball? Bleibt der Oberkörper beim Ausholen ruhig? Stimmt das Tempo? Schafft man es, den Blick am Ball zu lassen…

Das der kleine weiße Ball nicht einfach zu treffen ist, stellten unsere Mehrhaber bei einem Probetraining mit Chris Gillies im Oberhessischen Golf-Club in Marburg fest. Auf der Driving-Ranch erwies sich das kleine runde Ding als sehr berührungsresistent. Manche Bälle zischten wie Querschläger nach rechts, andere schlugen in die Luft und manche eine Grasnarbe zum Himmel hoch. Doch wie heißt es so schön: Ohne Gras kein Spaß!

Beruhigend ist, dass nur fünf bis sechs Prozent aller Golfschläge auf dem Platz wirkliche Volltreffer sind. Irgendwann aber merken sich die Muskeln den optimalen Schwung und das heißt: üben, üben, üben.

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